Wa(a)gnis
Kunst-am-Bau-Projekt für Wohn- und Geschäftshaus, 2023
Alter Markt 6, 14467 Potsdam
Auftraggeber: Wohnungsgenossenschaft »Karl Marx« eG
Architekten: van geisten.marfels architekten.
Material: Aluminium (wasserstrahlgeschnitten, pulverbeschichtet), Spolie aus Betonwerkstein
Maße: 390 x 280 cm (Figur), 520 x 80 cm (Fries)
Die Arbeit entstand im Rahmen eines Wettbewerbs zur Neuentwicklung von figürlichem Fassadenschmuck für einen teilrekonstruierten Neubau am Alten Markt in Potsdam. Auf der Attika des historischen, kriegszerstörten Gebäudes befand sich eine Allegorie der Abundantia (römische Göttin des Überflusses) aus Sandstein, die ihr Füllhorn über der Stadt Potsdam ausschüttet. Links neben ihr deutete eine Figur verzweifelt auf umgebende Ruinen hin, in der Hand ein Tuch, mit dem sie sich die Tränen trocknete. Diese Gruppe bezog sich auf einen verheerenden Stadtbrand, der sich unmittelbar vor der Errichtung des Gebäudes ereignet hatte. Mit ihren Gaben „tröstete“ Abundantia die Weinende. Ein Fries über dem Eingang zeigte Putten beim Löschen eines Brandes.
Meine Grundidee war es, die Position der beiden Figuren umzukehren. Mein Projekt zeigt, was passiert, wenn eine zeitgenössische Abundantia all ihre Waren verschwendet, ohne sich um die Verteilung zu kümmern. In den darunter liegenden Fries beziehe ich das einzig erhaltene Fragment des historischen Reliefs mit ein.
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© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Alter Markt 6, Potsdam mit Blick auf Landtag Brandenburg -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Fassade Alter Markt 6, Potsdam -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Fries (rechte Seite, Werkstatt-Bild) -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Fries (linke Seite, Werkstatt-Bild) -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Fries (Mitte, Werkstatt-Bild) -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Abundantia (Attikafigur, Werkstatt-Bild) -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Abundantia (Ausschnitt, Werkstatt-Bild) -
© Tina Merkau
Wa(a)gnis — Alter Markt 6, Potsdam mit Blick auf Nikolai-Kirche -
© Wolf v. Waldow
Wa(a)gnis — Entwicklung der Motive und Bezug zu den historischen Skulpturen
Die Arbeit entstand im Rahmen eines Wettbewerbs zur Neuentwicklung von figürlichem Fassadenschmuck für einen teilrekonstruierten Neubau am Alten Markt in Potsdam. Auf der Attika des historischen, kriegszerstörten Gebäudes befand sich eine Allegorie der Abundantia (römische Göttin des Überflusses) aus Sandstein, die ihr Füllhorn über der Stadt Potsdam ausschüttet. Links neben ihr deutete eine Figur verzweifelt auf umgebende Ruinen hin, in der Hand ein Tuch, mit dem sie sich die Tränen trocknete. Diese Gruppe bezog sich auf einen verheerenden Stadtbrand, der sich unmittelbar vor der Errichtung des Gebäudes ereignet hatte. Mit ihren Gaben „tröstete“ Abundantia die Weinende. Ein Fries über dem Eingang zeigte Putten beim Löschen eines Brandes.
Meine Grundidee war es, die Position der beiden Figuren umzukehren. Mein Projekt zeigt, was passiert, wenn eine zeitgenössische Abundantia all ihre Waren verschwendet, ohne sich um die Verteilung zu kümmern. In den darunter liegenden Fries beziehe ich das einzig erhaltene Fragment des historischen Reliefs mit ein.